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Vermögensverwaltende GmbH

Vermögensverwaltende GmbH in Frankfurt am Main: ab wann sinnvoll?

15,825 % statt persönlichem Steuersatz, und was dafür aufgegeben wird. Zahlen aus den unten genannten Quellen (überwiegend Angebotspreise der Portale), geprüft im Juli 2026; wo die Quelle einen Stand nennt, steht er dabei.

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Finanzierungsrechner für Frankfurt am Main
Kaufpreis400.000 €
Verfügbares Eigenkapital70.000 €
Grunderwerbsteuer (6 %)24.000 €
Notar und Grundbuch (ca. 2 %)8.000 €
Gesamter Kapitalbedarf432.000 €
Benötigtes Darlehen362.000 €
Monatliche Rate, geschätzt (4,3 %)1.901 € / Monat

Beispielrechnung mit 4,3 % angenommenem Sollzins (10 Jahre fest, aus unserer alle zwei Wochen aktualisierten Zinstabelle) und 2 % anfänglicher Tilgung. Die tatsächlichen Konditionen hängen vom Objekt, Ihrer Bonität und der Bank ab. Keine Finanzberatung.

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Vermögensverwaltende GmbH in Frankfurt am Main: das Wichtigste

Die Frage nach der vermögensverwaltenden GmbH stellt sich oft, sobald mehr als ein Objekt im Spiel ist. Der Hebel ist die erweiterte Grundstückskürzung nach § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG: verwaltet die Gesellschaft ausschließlich eigenen Grundbesitz, entfällt die Gewerbesteuer vollständig. Übrig bleiben Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag, zusammen rund 15,825 % auf den Gewinn, gegenüber einem persönlichen Einkommensteuersatz von bis zu 45 % zuzüglich Soli.

Gerechnet auf Frankfurt am Main: eine 70-m²-Wohnung zu 397.600 € bringt 16.439 € Jahreskaltmiete. Vom Überschuss blieben in der GmbH nach 15,825 % deutlich mehr stehen als bei einem Spitzensteuersatz im Privatvermögen. Der Vorteil wächst mit dem Bestand und mit dem persönlichen Steuersatz und ist bei einem einzelnen Objekt und mittlerem Einkommen regelmäßig zu klein für den Aufwand.

Zwei Gegenargumente, die in Verkaufsgesprächen gern fehlen. Erstens gibt es in der GmbH keine Steuerfreiheit nach zehn Jahren. Die Frist des § 23 EStG gilt nur im Privatvermögen, ein Verkauf aus der Gesellschaft bleibt immer steuerpflichtig. Wer auf den Wertzuwachs zielt statt auf den laufenden Ertrag, verliert damit den größten Steuervorteil des deutschen Immobilienrechts. Zweitens ist der niedrige Satz nur ein Zwischenstand: wird der Gewinn ausgeschüttet, kommt Kapitalertragsteuer hinzu. Der Vorteil wirkt also, solange thesauriert und reinvestiert wird.

Das Ausschließlichkeitsgebot ist streng. Schon Nebenleistungen jenseits geringfügiger Ausnahmen können die Kürzung für das gesamte Jahr vernichten, ebenso eine als gewerblicher Grundstückshandel eingestufte Verkaufstätigkeit. Die Gestaltung gehört deshalb vor die erste Beurkundung und in die Hand eines Steuerberaters, nicht nachträglich korrigiert.

Der Markt in Frankfurt am Main in Zahlen

Frankfurt am Main (Hessen) hat 781.337 Einwohner. Bestandswohnungen liegen im Mittel bei 5.680 € pro m² (stadtweite Spanne etwa 3.330 € bis 9.390 € pro m²), Neubau bei rund 7.840 € pro m². Die durchschnittliche Angebotskaltmiete beträgt etwa 19,57 € pro m², woraus sich eine Bruttomietrendite von rund 4,1 % ergibt.

Preisentwicklung: +4,3 % gegenüber dem Vorjahr. Auf die 70-m²-Referenzwohnung gerechnet sind das rund 17.097 € Wertveränderung im Jahr.

Leerstand: rund 0,1 %, Quelle unten. Das ist faktisch Vollvermietung: die Knappheit treibt Mieten und Vermietungsgeschwindigkeit zugleich.

Wo in Frankfurt am Main kaufen

Die Nachfrage der Kapitalanleger konzentriert sich auf Westend, Ostend und Nordend, wo die Preise deutlich über dem Stadtmittel liegen.

Westend (Westend-Süd): 7.640 € bis 11.560 € pro m², im Mittel rund 69 % über dem Stadtmittel. Die Spanne innerhalb des Viertels beträgt 51 %, Lage und Zustand entscheiden hier also mehr als der Stadtteilname.

Nordend (Nordend-West): 6.480 € bis 9.510 € pro m², im Mittel rund 41 % über dem Stadtmittel. Die Spanne innerhalb des Viertels beträgt 47 %, Lage und Zustand entscheiden hier also mehr als der Stadtteilname.

Sachsenhausen (Sachsenhausen-Nord): 5.160 € bis 10.000 € pro m², im Mittel rund 33 % über dem Stadtmittel. Die Spanne innerhalb des Viertels beträgt 94 %, Lage und Zustand entscheiden hier also mehr als der Stadtteilname.

Bornheim: 5.580 € bis 8.800 € pro m², im Mittel rund 27 % über dem Stadtmittel. Die Spanne innerhalb des Viertels beträgt 58 %, Lage und Zustand entscheiden hier also mehr als der Stadtteilname.

Bockenheim: 6.720 € bis 8.140 € pro m², im Mittel rund 31 % über dem Stadtmittel.

Ostend: 6.480 € bis 9.770 € pro m², im Mittel rund 43 % über dem Stadtmittel. Die Spanne innerhalb des Viertels beträgt 51 %, Lage und Zustand entscheiden hier also mehr als der Stadtteilname.

Die Preisbänder der Stadtteile stammen aus eigenen Quellen und Stichtagen und können deshalb außerhalb der oben genannten stadtweiten Spanne liegen.

Steuern und Kaufnebenkosten in Frankfurt am Main

Die Grunderwerbsteuer beträgt in Hessen 6 %. Dazu kommen rund 2 % für Notar und Grundbuch nach GNotKG, zusammen rund 8 % des Kaufpreises. Kaufen Sie über einen Makler, kommt dessen Provision hinzu; bei Käufen über LDP fällt keine zusätzliche Maklerprovision an. Bei einem üblichen Profil finanzieren deutsche Banken die Erwerbsnebenkosten nicht mit.

Im Privatvermögen ist der Verkauf nach Ablauf der zehnjährigen Spekulationsfrist steuerfrei, § 23 EStG. Davor unterliegt der Gewinn dem persönlichen Einkommensteuersatz, und bereits in Anspruch genommene AfA mindert die Anschaffungskosten und erhöht damit den steuerpflichtigen Gewinn. Die AfA selbst mindert laufend die Mieteinkünfte: 2 % jährlich für Gebäude mit Fertigstellung von 1925 bis 2022 (2,5 % vor 1925), 3 % ab Fertigstellung 2023; für begünstigte Neubauprojekte mit Baubeginn vom 01.10.2023 bis 30.09.2029 kann statt der linearen AfA die degressive AfA von 5 % gewählt werden.

Allgemeine Information, keine Steuerberatung. LDP Group berät nicht steuerlich: die Steuerstruktur legt die Steuerkanzlei Helm & Partner (Steuerberater) vor dem Notartermin fest, LDP bereitet die Kaufzahlen vor und koordiniert.

Die Lage in Frankfurt am Main ist rechtlich in Bewegung: das Amtsgericht Frankfurt hat im Juni 2026 in einem Mietrechtsstreit die Verlängerung der hessischen Verordnung für unwirksam gehalten, die laufende Verordnung endet am 25.11.2026, und eine neue Verordnung, die Frankfurt am Main wieder erfasst, soll Mitte November 2026 beschlossen werden (hessenschau, 24.09.2026). Die vorsichtigere Kalkulation unterstellt, dass sie gilt.

Daten und Quellen

Zahlen aus den unten genannten Quellen (überwiegend Angebotspreise der Portale), geprüft im Juli 2026; wo die Quelle einen Stand nennt, steht er dabei. Angebotspreise liegen üblicherweise 5 bis 15 % über den beurkundeten Kaufpreisen: wo beides vorliegt, ist die Grundlage jeweils benannt. Die Quellen sind im Original benannt, so wie ihre Herausgeber sie führen.

Einwohner: Stadt Frankfurt am Main, Bürgeramt Statistik und Wahlen, 'Frankfurt Statistik.aktuell' 04/2026.

Kaufpreise (beurkundete Kaufpreise): Gutachterausschuss für Immobilienwerte Frankfurt am Main, Halbjahresbericht H1 2025.

Mieten (Angebotsmieten): Wohnungsbörse.net Mietspiegel Frankfurt.

Rendite: eigene Berechnung aus Kaufpreis und Miete.

Preistrend: Gutachterausschuss für Immobilienwerte Frankfurt am Main, Halbjahresbericht H1 2025.

Leerstand: CBRE-empirica-Leerstandsindex 2025.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Steuer in einer vermögensverwaltenden GmbH?

Rund 15,825 % auf den Gewinn, also Körperschaftsteuer plus Solidaritätszuschlag, sofern die erweiterte Grundstückskürzung nach § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG greift und damit die Gewerbesteuer entfällt. Bei Ausschüttung kommt Kapitalertragsteuer hinzu.

Gilt die Zehnjahresfrist auch in der GmbH?

Nein. § 23 EStG gilt nur im Privatvermögen. Ein Verkauf aus der GmbH ist immer steuerpflichtig, unabhängig von der Haltedauer. Das ist der wichtigste Nachteil der Struktur.

Ab wann lohnt sich die GmbH in Frankfurt am Main?

Das hängt an Bestand, persönlichem Steuersatz und daran, ob Gewinne im Unternehmen bleiben. Bei einer einzelnen Wohnung zu 397.600 € und mittlerem Einkommen steht der Aufwand meist nicht dafür. Die Frage gehört vor den ersten Kauf, nicht danach.

Wie hoch sind die gesamten Kaufnebenkosten in Frankfurt am Main?

6 % Grunderwerbsteuer in Hessen plus rund 2 % Notar und Grundbuch, zusammen rund 8 % des Kaufpreises. Kaufen Sie über einen Makler, kommt dessen Provision hinzu; bei Käufen über LDP fällt keine zusätzliche Maklerprovision an. Bei einem üblichen Profil kommen die Kaufnebenkosten aus Eigenkapital.

Welche Mietrendite ist in Frankfurt am Main realistisch?

Brutto im Mittel 4,1 %, in Spitzenlagen wie Westend niedriger. Netto bleibt nach nicht umlagefähigen Kosten deutlich weniger.

Wann kann ich in Frankfurt am Main steuerfrei verkaufen?

Im Privatvermögen nach zehn Jahren Haltedauer, § 23 EStG. Innerhalb der Frist wird der Gewinn mit dem persönlichen Steuersatz belastet, und die genutzte AfA erhöht ihn zusätzlich, weil sie die Anschaffungskosten mindert.

Wie viel Eigenkapital verlangt die Bank?

Bei Steuerinländern üblicherweise 10 bis 20 % des Kaufpreises (80 bis 90 % Beleihung als Standard, mit starkem Einkommensprofil bis 100 %), zusätzlich zu den Kaufnebenkosten, die bei einem üblichen Profil separat aus Eigenkapital kommen. Bei einer 70-m²-Wohnung in Frankfurt am Main zu 397.600 € sind das 79.520 € Anzahlung plus 31.808 € Nebenkosten.