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Kaufnebenkosten

Kaufnebenkosten in Nürnberg: was zusätzlich zum Kaufpreis anfällt

Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbuch für Nürnberg, gerechnet auf den örtlichen Preis. Zahlen aus den unten genannten Quellen (überwiegend Angebotspreise der Portale), geprüft im Juli 2026; wo die Quelle einen Stand nennt, steht er dabei.

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Erwerbsrechner
Finanzierungsrechner für Nürnberg
Kaufpreis260.000 €
Verfügbares Eigenkapital70.000 €
Grunderwerbsteuer (3,5 %)9.100 €
Notar und Grundbuch (ca. 2 %)5.200 €
Gesamter Kapitalbedarf274.300 €
Benötigtes Darlehen204.300 €
Monatliche Rate, geschätzt (4,3 %)1.073 € / Monat

Beispielrechnung mit 4,3 % angenommenem Sollzins (10 Jahre fest, aus unserer alle zwei Wochen aktualisierten Zinstabelle) und 2 % anfänglicher Tilgung. Die tatsächlichen Konditionen hängen vom Objekt, Ihrer Bonität und der Bank ab. Keine Finanzberatung.

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Kaufnebenkosten in Nürnberg: das Wichtigste

In Bayern beträgt die Grunderwerbsteuer 3,5 %. Dazu kommen Notar und Grundbuch mit rund 2 % nach GNotKG, die bundesweit gleich sind, weil sie gesetzlich geregelt und nicht verhandelbar sind. Zusammen sind das 5,5 % des Kaufpreises. Kaufen Sie über einen Makler, kommt dessen Provision hinzu; bei Käufen über LDP fällt keine zusätzliche Maklerprovision an.

Auf die 70-m²-Referenzwohnung in Nürnberg zu 257.600 € entspricht das 14.168 € an Nebenkosten. Bei einem üblichen Profil kommt dieser Betrag aus Eigenkapital: deutsche Banken finanzieren die Kaufnebenkosten dann nicht mit, weil ihnen keine Sicherheit gegenübersteht. Bei einer Finanzierung mit 80 % Beleihung sind daher Eigenkapital für die 20 % Anzahlung und zusätzlich die vollen Nebenkosten einzuplanen.

Bei vermieteten Objekten sind die Nebenkosten steuerlich nicht verloren. Sie zählen zu den Anschaffungsnebenkosten und werden zusammen mit dem Gebäudewert über die AfA abgeschrieben. Nur der auf Grund und Boden entfallende Anteil bleibt außen vor, weil Grund und Boden sich nicht abnutzt.

Der Markt in Nürnberg in Zahlen

Nürnberg (Bayern) hat 547.913 Einwohner. Bestandswohnungen liegen im Mittel bei 3.680 € pro m² (stadtweite Spanne etwa 2.370 € bis 6.480 € pro m²), Neubau bei rund 6.400 € pro m². Die durchschnittliche Angebotskaltmiete beträgt etwa 11,97 € pro m², woraus sich eine Bruttomietrendite von rund 3,9 % ergibt.

Preisentwicklung: +5,8 % gegenüber dem Vorjahr. Auf die 70-m²-Referenzwohnung gerechnet sind das rund 14.941 € Wertveränderung im Jahr.

Leerstand: rund 0,8 %, Quelle unten. Das ist faktisch Vollvermietung: die Knappheit treibt Mieten und Vermietungsgeschwindigkeit zugleich.

Wo in Nürnberg kaufen

Die Nachfrage der Kapitalanleger konzentriert sich auf Erlenstegen, St. Johannis und Altstadt / St. Sebald, wo die Preise deutlich über dem Stadtmittel liegen.

Altstadt / St. Sebald: 5.000 € bis 6.000 € pro m², im Mittel rund 49 % über dem Stadtmittel.

Erlenstegen: 6.000 € bis 8.000 € pro m², im Mittel rund 90 % über dem Stadtmittel. Die Spanne innerhalb des Viertels beträgt 33 %, Lage und Zustand entscheiden hier also mehr als der Stadtteilname.

St. Johannis: 5.300 € bis 6.300 € pro m², im Mittel rund 58 % über dem Stadtmittel.

Gostenhof (GoHo): 4.500 € bis 5.500 € pro m², im Mittel rund 36 % über dem Stadtmittel.

Südstadt (Steinbühl / Galgenhof): 3.370 € bis 3.640 € pro m², im Mittel rund 5 % unter dem Stadtmittel.

Langwasser: 3.600 € bis 3.740 € pro m², im Mittel auf Höhe des Stadtmittels.

Die Preisbänder der Stadtteile stammen aus eigenen Quellen und Stichtagen und können deshalb außerhalb der oben genannten stadtweiten Spanne liegen.

Steuern und Kaufnebenkosten in Nürnberg

Die Grunderwerbsteuer beträgt in Bayern 3,5 %. Dazu kommen rund 2 % für Notar und Grundbuch nach GNotKG, zusammen rund 5,5 % des Kaufpreises. Kaufen Sie über einen Makler, kommt dessen Provision hinzu; bei Käufen über LDP fällt keine zusätzliche Maklerprovision an. Bei einem üblichen Profil finanzieren deutsche Banken die Erwerbsnebenkosten nicht mit.

Im Privatvermögen ist der Verkauf nach Ablauf der zehnjährigen Spekulationsfrist steuerfrei, § 23 EStG. Davor unterliegt der Gewinn dem persönlichen Einkommensteuersatz, und bereits in Anspruch genommene AfA mindert die Anschaffungskosten und erhöht damit den steuerpflichtigen Gewinn. Die AfA selbst mindert laufend die Mieteinkünfte: 2 % jährlich für Gebäude mit Fertigstellung von 1925 bis 2022 (2,5 % vor 1925), 3 % ab Fertigstellung 2023; für begünstigte Neubauprojekte mit Baubeginn vom 01.10.2023 bis 30.09.2029 kann statt der linearen AfA die degressive AfA von 5 % gewählt werden.

Allgemeine Information, keine Steuerberatung. LDP Group berät nicht steuerlich: die Steuerstruktur legt die Steuerkanzlei Helm & Partner (Steuerberater) vor dem Notartermin fest, LDP bereitet die Kaufzahlen vor und koordiniert.

Nürnberg ist als angespannter Wohnungsmarkt ausgewiesen: bei Neuvermietung sind höchstens 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete zulässig, im laufenden Mietverhältnis gilt die abgesenkte Kappungsgrenze von 15 % in drei Jahren. Kalkuliert wird mit der erzielbaren regulierten Miete, nicht mit der Angebotsmiete.

Daten und Quellen

Zahlen aus den unten genannten Quellen (überwiegend Angebotspreise der Portale), geprüft im Juli 2026; wo die Quelle einen Stand nennt, steht er dabei. Angebotspreise liegen üblicherweise 5 bis 15 % über den beurkundeten Kaufpreisen: wo beides vorliegt, ist die Grundlage jeweils benannt. Die Quellen sind im Original benannt, so wie ihre Herausgeber sie führen.

Einwohner: Melderegister Stadt Nürnberg Stand 31.12.2025.

Kaufpreise (Angebotspreise): immowelt Preisatlas, Wohnungen, Schätzung, Stand 01.06.2026.

Mieten (Angebotsmieten): ImmoScout24 Mietspiegel Nürnberg, Q2 2026.

Rendite: eigene Berechnung aus Kaufpreis und Miete.

Preistrend: immowelt Preisreihe Wohnungen Nürnberg.

Leerstand: CBRE-empirica Leerstandsindex, marktaktiver Leerstand 2022.

Häufige Fragen

Wie hoch sind die Kaufnebenkosten in Nürnberg?

Rund 5,5 % des Kaufpreises: 3,5 % Grunderwerbsteuer in Bayern plus etwa 2 % für Notar und Grundbuch. Auf 257.600 € sind das 14.168 €.

Finanziert die Bank die Kaufnebenkosten mit?

In der Regel nicht. Den Nebenkosten steht keine Sicherheit gegenüber, deshalb verlangen deutsche Banken sie aus Eigenkapital, zusätzlich zur Anzahlung.

Kann man die Kaufnebenkosten steuerlich absetzen?

Bei Vermietung ja, allerdings nicht sofort: sie gehören zu den Anschaffungsnebenkosten und laufen über die AfA in die jährliche Abschreibung ein. Bei Eigennutzung sind sie nicht absetzbar.

Wie hoch sind die gesamten Kaufnebenkosten in Nürnberg?

3,5 % Grunderwerbsteuer in Bayern plus rund 2 % Notar und Grundbuch, zusammen rund 5,5 % des Kaufpreises. Kaufen Sie über einen Makler, kommt dessen Provision hinzu; bei Käufen über LDP fällt keine zusätzliche Maklerprovision an. Bei einem üblichen Profil kommen die Kaufnebenkosten aus Eigenkapital.

Welche Mietrendite ist in Nürnberg realistisch?

Brutto im Mittel 3,9 %, in Spitzenlagen wie Erlenstegen niedriger. Netto bleibt nach nicht umlagefähigen Kosten deutlich weniger.

Wann kann ich in Nürnberg steuerfrei verkaufen?

Im Privatvermögen nach zehn Jahren Haltedauer, § 23 EStG. Innerhalb der Frist wird der Gewinn mit dem persönlichen Steuersatz belastet, und die genutzte AfA erhöht ihn zusätzlich, weil sie die Anschaffungskosten mindert.

Wie viel Eigenkapital verlangt die Bank?

Bei Steuerinländern üblicherweise 10 bis 20 % des Kaufpreises (80 bis 90 % Beleihung als Standard, mit starkem Einkommensprofil bis 100 %), zusätzlich zu den Kaufnebenkosten, die bei einem üblichen Profil separat aus Eigenkapital kommen. Bei einer 70-m²-Wohnung in Nürnberg zu 257.600 € sind das 51.520 € Anzahlung plus 14.168 € Nebenkosten.