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Bereitstellungszinsen

Zinsen auf noch nicht abgerufene Darlehensteile. Zinsen (typischerweise ca. 0,25 %/Monat = 3 % p.a.), die Banken nach einer Karenzzeit auf zugesagte, aber noch nicht abgerufene Darlehensteile berechnen: die versteckten Kosten von Off-Plan-Käufen mit Ratenzahlung.

Bei einem Darlehen über €400.000 für einen Neubau, das über 18 Monate abgerufen wird, können Bereitstellungszinsen Tausende kosten: oft mehr als ein etwas höherer Nominalzins mit längerer zinsfreier Zeit. Vergleichen Sie Angebote anhand der bereitstellungszinsfreien Zeit (6–24 Monate, verhandelbar).

Relevant immer dann, wenn sich die Auszahlung verzögert: Ratenzahlungen an den Bauträger (MaBV), Sanierungen oder langsame Grundbuchbearbeitung. Verhandeln Sie die zinsfreie Zeit passend zum realistischen Fertigstellungsplan plus Puffer.

Beispielrechnung: Neubau mit 18 Monaten Bauzeit

Darlehen €400.000, Abruf in Bauträgerraten über 18 Monate, bereitstellungszinsfreie Zeit 6 Monate, danach 0,25 % pro Monat auf den noch nicht abgerufenen Teil. Steht in den 12 kostenpflichtigen Monaten im Schnitt noch die Hälfte des Darlehens bereit, ergibt das: €200.000 × 0,25 % × 12 Monate = €6.000 Bereitstellungszinsen. Genau die Summe, die im Angebotsvergleich über den reinen Nominalzins unsichtbar bleibt.

Deshalb gilt beim Neubau: Ein Angebot mit 12 oder 18 Monaten zinsfreier Zeit und minimal höherem Sollzins ist oft günstiger als der beste Nominalzins mit nur 3 Monaten Karenz. Rechnen Sie beide Komponenten zusammen, zum Beispiel mit unserem Baufinanzierungsrechner.

Verhandelbar: die bereitstellungszinsfreie Zeit

Marktüblich sind 6 bis 24 Monate ohne Bereitstellungszinsen, je nach Bank und Verhandlung. Passen Sie die Karenzzeit an den realistischen Bauzeitenplan plus Puffer an: Bauverzögerungen sind beim Neubau der Normalfall, nicht die Ausnahme. Auch die Höhe des Satzes selbst (0,15 bis 0,3 % pro Monat) unterscheidet sich zwischen Banken.

Häufige Fragen

Was ist der Bereitstellungszins?

Der Zins, den die Bank auf den zugesagten, aber noch nicht abgerufenen Teil eines Immobiliendarlehens berechnet, sobald die vereinbarte zinsfreie Karenzzeit abgelaufen ist. Er kompensiert die Bank dafür, dass sie das Geld vorhalten muss.

Wie hoch sind Bereitstellungszinsen 2026?

Marktüblich ca. 0,15 bis 0,3 % pro Monat, am häufigsten 0,25 % (entspricht 3 % pro Jahr). Der Satz und vor allem die zinsfreie Zeit sind verhandelbar.

Ab wann fallen Bereitstellungszinsen an?

Nach Ablauf der bereitstellungszinsfreien Zeit, die je nach Bank und Verhandlung 6 bis 24 Monate beträgt. Sie fallen nur auf den noch nicht ausgezahlten Darlehensteil an.

Sind Bereitstellungszinsen steuerlich absetzbar?

Bei vermieteten Objekten ja: Sie zählen wie die übrigen Darlehenszinsen zu den sofort abziehbaren Werbungskosten aus Vermietung und Verpachtung. Bei Eigennutzung sind sie nicht absetzbar.

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